Apple senkt die Provision im App Store

Apple ist bekannt für seine einfachen und schlanken Lösungen. Apple-Nutzer zahlen bequem mit ihrem Apple-Account und einer schnellen Freigabe per Gesichtserkennung (Face ID). Auch für die App-Anbieter bedeutet dies, dass Sie sich nicht mit Zahlungsanbietern auseinandersetzen müssen und den Erlös bequem von Apple überwiesen bekommen. Doch dieser Komfort hat bekanntermaßen seinen Preis.
Wer eine App im Apple App Store verkauft hat oder einen sogenannten In-App-Kauf anbietet, der kennt die Verkaufsprovision die an Apple fällig ist. Apple verlangt für jeden Umsatz eine Provision in Höhe von 30 %. Wer also beispielsweise seine App für 1 € anbietet, der muss 0,30 € Provision an Apple zahlen und erhält nur noch 0,70 €. Ist das gerecht?

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Photo By Sara Kurfeß On Unsplash

 

Dies bestreitet zumindest das Spieleentwicklungsstudio Epic Games, bekannt für den Toptitel Fortnite in einem medienwirksamen Rechtsstreit gegen Apple.

Nun hat Apple bekannt gegeben, dass sie die Provisionen reduzieren, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass dies nichts mit dem Rechtsstreit zu tun hat. Vielmehr geht es darum kleinere Entwickler in „wirtschaftlich herausfordernden“ Zeiten zu unterstützen.

Fortan erklärte Apple, dass seit dem 01. Januar 2021 die Provision für Verkäufe über den App Store um die Hälfte reduziert werden, wenn der Jahresumsatz über den AppStore geringer als 1 Million US-Dollar ist. Dazu wurde das „App Store Small Business Programm“ ins Leben gerufen. Entwickler die an diesem Programm teilnehmen zahlen folglich nur noch 15 % Provision an Apple.

Die Bemessung und Bewertung, ob ein Entwickler an dem Programm teilnehmen darf, erfolgt anhand der Vorjahresumsätze. Somit kann jeder neu gestartete Entwickler direkt in das Programm aufgenommen werden.

Sollte der Jahresumsatz folglich die Marke von 1 Million US-Dollar knacken, steigt die Provision wieder zurück auf 30 % für das Folgejahr. Sofern die Marke aber wieder unterschritten wird, kann jederzeit laut Apple eine Neuaufnahme zurück in das Programm beantragt werden.

Fraglich bleibt das Modell der Bemessungsgrundlage, denn wie schon erwähnt, definiert Apple die Bemessung als Umsatz minus Verkaufsprovision. Durch den Provisionssprung bei gleichbleibendem Umsatz, würde der Entwickler nur durch die Provision wieder in das Small Business Programm zurückfallen, was ein endloses „Hin und Her“ zur Folge hätte.

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